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Stolz

Es gibt uns schon gut tausendsechshundert Jahre in dieser Form. Wir haben alles überlebt: die Vandalen, die Monarchien, die Faschisten, die Kommunisten, und was noch alles kommt. Auf ihrer letzten Konferenz haben die Schweizer Bischöfe uns wieder in Erinnerung gerufen, dass die katholische Kirche ein Sakrament sei.

Ein Sakrament, so heisst es, sei das sichtbare Zeichen der unsichtbaren Gegenwart Gottes unter den Menschen. Wofür sind wir also ein Zeichen in dieser Welt? Wofür stehen wir? Wir stehen zum Beispiel dafür, dass wir keine Fremden kennen. Unsere Schwestern und Brüder sprechen verschiedene Sprachen. Fremd sind sie nicht. Wir unterhalten in der Schweiz Anderssprachigenmissionen. Priester und pastorale Mitarbeitende sind auf Spanisch, Albanisch, Italienisch, Vietnamesisch, Kroatisch und in anderen Sprachen tätig, damit unsere Geschwister den Gottesdienst in ihrer Sprache feiern können. Darüber hinaus geht es immer auch um Fragen, die sich aus dem Zusammenleben in einer fernen Kultur ergeben. Mit unserer Seelsorge helfen wir Menschen sich hier zu integrieren.

Bei den Kirchgemeindeversammlungen stimmen alle Mitglieder ab sechszehn ab. So lernen unsere Mitglieder Schweizer Demokratie leben, lange bevor sie einen Schweizer Pass beantragen können.

Und so ist die Kirche ein Sakrament. Sie ist das Zeichen dafür, wie das friedliche Zusammenleben gelingen kann in Respekt und Wertschätzung; mit Entgegenkommen und Geduld. Darauf bin ich stolz. Gut, dass es sie gibt, diese Kirche.



AutorIn: Gerhard Ruff
Gesendet am: 17. März 2014


Beitrag von:

Gerhard Ruff

Der Religionsphilosoph ist jünger, als die Haare weiss machen wollen (Jg. 1965), lebt weniger mönchisch, als der Arbeitsort nahe legt (verheiratet, zwei Kinder) kocht lieber, als man es ihm ansieht; liest schwere Sachen leichter und leichte Sachen schwerer, als man denkt (Heidegger vs. Heimatromane) liebt Sprache, Spaziergänge, Spiele, Kinder, Kirche, Küche; hasst Ausdenker, die nicht eindenken, besinnungslos Fromme und besprechungsfüllende Nichtssager.
Ausserdem hat er einen Sprachfehler: sein heimatliches Bodenseealemannisch ist so weit hinter seine Alltagssprache zurückgetreten, dass er seine Beiträge für 90 Sekunden auf Hochdeutsch sprechen muss. Seit April 2012 koordiniert er die Beiträge für 90 Sekunden.
Sie müssen ihm nicht nur zuhören. Unter 062 892 86 36 können Sie ihm Ihre Meinung länger als 90 Sekunden sagen.

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