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Heilige

Vor einigen Wochen wurden zwei Päpste heiliggesprochen. Anderentags fragte mich ein reformierter Kollege, was für uns Katholiken Heilige eigentlich sind.

Zunächst war ich von dieser Frage etwas überrascht. Heilige scheinen uns so geläufig, dass wir uns dazu kaum Gedanken machen. Meine Antwort war: Heilige sind für uns Vorbilder, die sich durch ihren gottergebenen Lebenswandel im Dienste der Nächsten besonders ausgezeichnet haben.

Die Frage liess mich nicht los. Ich lernte, dass bereits im Frühchristentum urchristliche Märtyrer und Apostel um Fürbitte bei Gott angerufen wurden. Mit Ulrich von Augsburg erfolgte in 993 die erste formale Heiligsprechung. Im Jahr 1563 legte das Konzil von Trient die röm.-kath. Dogmatik für die Heiligenverehrung fest. Zitat: „Es sei gut und nützlich, Heiligen demütig um Beistand anzurufen, um von Gott durch den alleinigen Erlöser und Heiland Jesus Christus Wohltaten zu erlangen“. Zitatende.

Der heutige Prozess der Heiligsprechung wurde mit dem neuen Kirchenrecht in 1983 festgelegt. Und hier kommt sogar der Teufel mit ins Spiel. Der „Advocatus Diaboli“ oder „Anwalt des Teufels“ ist in der Umgangssprache der Kirchenanwalt, dessen Aufgabe es ist, im Heiligsprechungsprozess die zusammengetragenen Belege und Argumente für die Heiligsprechung anzufechten und eigene Argumente gegen die Kanonisation einzubringen.

Aber lassen Sie sich davon nicht abschrecken. Versuchen sie es selbst. Werden Sie ein Vorbild für Ihre Mitmenschen. Heilig werden lohnt sich.



AutorIn: Francis Kuhlen
Gesendet am: 16. Juni 2014


Beitrag von:

Francis Kuhlen

Geboren 1945 und aufgewachsen in Leuven, Belgien; Abschluss als Diplomingenieur in Elektrotechnik an der Katholischen Universität Leuven. Als Kind habe ich jeweils den grössten Teil meiner Sommerferien in der Schweiz in einem reformierten Umfeld verbracht.

Mit einem Stipendium bin ich 1968 an die ETH Zürich, wo ich anschliessend als Assistent tätig war und einen Abschluss in Betriebswissenschaften gemacht habe. Dann war ich während 35 Jahren in einem globalen IT Konzern tätig. Während den letzten Zehn Jahre meiner beruflichen Tätigkeit war mein Arbeitsort in Deutschland und sehr international ausgerichtet.

2009 ging ich in den Ruhestand.

Ich bin seit mehr als 40 Jahr glücklich verheiratet und wir haben zwei erwachsene Kinder. Seit 7 Jahren bin ich Mitglied der Synode der R.-K. Landeskirche und Präsident der Finanzkommission der Kirchgemeinde Lenzburg. Meine Freizeit wird vor allem von der Stiftung Schweizer Jugend forscht und vom SAC geprägt.



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